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Seit vierzig Jahren ist der Name Matasci unlöslich mit der Welt der Kunst verbunden: Am Anfang stand die gleichnamige Galerie mit Sitz in der Villa Jelmini, deren Ausstellungen und Künstler auch ausserhalb der Schweizer Grenzen von sich reden machten; dann folgte Matasci Arte, über der Weinhandlung, ein Ort der Kunst, der sich als Gelegenheit kultureller Bereicherung versteht und während der Geschäftszeiten stets frei zugänglich ist.
Mario Matasci prägte diese nunmehr lange Galerietradition nicht nur als Kurator von Ausstellungen höchster Qualität sondern auch als Herausgeber von begleitenden Publikationen, deren einige nicht nur für Kunstfreunde sondern auch für Weinliebhaber gedacht sind.
Die etwa hundert Ausstellungen, die bis heute zusammengekommen sind, beschäftigten sich in Malerei, Skulptur und Photographie vor allem mit Ausdrucksformen des Informel und des Expressionismus. Im Blickfeld stehen die norditalienische und Tessiner Region – mit Künstlern wie Franco Francese, Ennio Morlotti, Alfredo Chighine, Piero Ruggeri, Gianriccardo Piccoli, Cesare Lucchini, Tino Repetto, Edmondo Dobrzanski, - aber auch der Norden (deutsche Schweiz und Deutschland) mit namhaften Künstlern – Käthe Kollwitz, Otto Dix, Varlin, Louis Soutter, Marianne Werefkin, Johannes Robert Schürch - um nur einige Namen zu nennen.
Die vierzigjährige leidenschaftliche Tätigkeit von Mario Matasci im Bereich der Kunst hat eine Sammlung entstehen lassen, für die kürzlich ein geeigneter Sitz gefunden worden ist: Il Deposito (Schaulager) befindet sich in Riazzino, etwa 6 km von Locarno in Richtung Bellinzona. Dieses Schaulager der Sammlung Matasci kann man nach telefonischer Vereinbarung sonntags von 14.00 - 17.00 besuchen (Tel.-Nr. 078 601 60 24). |
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Juli 1969 – Juli 2009: Die Galerie Matasci feiert 40 Jahre Wirken im Tessin – und dies auf zweierlei Weise.
Zunächst beleuchtet die Ausstellung “Frammenti di una collezione“ (Fragmente einer Sammlung) im Kunstraum Matasci Arte in Tenero gleich einer Retrospektive den Interessenkreis, das heisst, den räumlichen und zeitlichen Horizont dieser langandauernden Tätigkeit. In der Tat werden einige nunmehr in die Kunstgeschichte eingegangene Künstler der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts gezeigt; bewusst gewählt, da mit ihnen gleichsam eine Nord-Süd-Achse abgesteckt wird: Eine gedachte Ideallinie, die das Zürich von Varlin und Edmondo Dobrzanski (die sich kannten und an der Limmat besuchten, bevor dann ersterer nach Bregaglia und der andere ins Tessin zog) verbindet mit dem Mailand von Alfredo Chighine und Ennio Morlotti. Weitere fügen sich bei wie die Bildhauer Giovanni Genucchi.
So wurde in diesen vierzig Jahren mit der hochqualifizierten Ausstellungstätigkeit der Galerie Matasci eine klare mentale Landkarte und künstlerische Geschichte gezeichnet, ein Territorium abgesteckt, mit dem sich Matasci sowohl kulturell als auch vom künstlerischen Ausdruck her tief verbunden fühlt. Jeder Künstler ist mit einigen seiner stärksten Werke präsent, so dass eigenständige repräsentative Zellen geschaffen werden, die jedoch untereinander im Dialog stehen, mögliche Verbindungslinien und Berührungspunkte aufzeigen und so auf ein umfassendes künstlerisches Klima verweisen.
Aber das ist nicht alles. Der Ausstellungstitel “Fragmente einer Sammlung“ verweist auf einen komplementären Aspekt des öffentlich wirkenden Galeristen, der im Privaten auch Sammler ist. Wie um anzudeuten, dass das, was in Tenero gezeigt wird nur ein Teil – “Fragment“ – der weitaus umfangreicheren Sammlung Matasci ist. Was Mario Matasci hier mit der Zeit wachsen und reifen liess hat erst jetzt einen geeigneten Sitz gefunden, wodurch die Werke nicht nur aus den Depots herauskommen, sondern auch zu sehen und zu besuchen sind. Er hat sie Il Deposito (das Lager) genannt, denn es handelt sich um ein grosses “Schaulager“ (von durchaus musealem Kaliber), wo die Werke an der Wand zu sehen sind und nicht in Regalen – in einem zweistöckigen Gebäude im ländlichen Teil von Riazzino, 300m ab der Post von der Kantonsstrasse nach Bellinzona in Richtung Berge abbiegend.
Hier wird der Besucher entlang eines ausgesuchten Rundgangs durch eine Künstlerkonstellation geführt, wo jeder Künstler mit den wichtigsten Werken und den entsprechenden Publikationen studiert werden kann. Künstler, die Mario Matasci ganz besonders schätzte, mit denen er nicht selten auch in einer sehr persönlichen Beziehung stand, und welche die tragenden Pfeiler in diesen vierzig Jahren seiner Galeristentätigkeit darstellen. Mit ihnen hat er das künstlerische und kulturelle Bewusstsein der Region wachsen lassen und prägte so in unserem Kanton in entscheidender Weise eine lange ausserordentliche Blütezeit.
Wer an einem Besuch der Kunstsammlung Matasci im “Deposito“ interessiert ist, hat sonntags von 14.00 bis 17.00 nach telefonischer Vereinbarung hierzu die Möglichkeit (Tel.-Nr. 078 601 60 24). |
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"Studio per bagnanti" |
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"Composizione" |
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"Carla" |
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"Disperazione" |
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